Zeichen setzen
"Truth is the invention of a liar" Heinz von Foerster
Philipp Haffner
"Das Ausgangsmaterial meiner Zeichnungen sind visuelle Zeichen, die zu komplexen alinearen Gebilden zusammengefügt werden. Diese gezeichneten Zeichen bewegen sich an der Grenze von Lesbarkeit und Unlesbarkeit, da sie anders als die verbale Sprache semantisch offen sind. Sie können auf unterschiedlichste soziokulturelle Codes zurückgreifen und verschiedene visuelle Zeichensysteme anderer Medien aufgreifen, sampeln und transformieren. Wahrnehmungspartikel, Bruchstücke lesbarer graphischer Sequenzen und Zitate überlagern sich und lassen neue visuelle Erfindungen entstehen.
Gemeinsam ist diesen Zeichnungen, dass in ihnen die Notwendigkeit zu Lesen und das Scheitern des Lesens gleichermaßen angelegt sind. "
"If Not", 2008
fünfteilige Serie
21 x 14,8 cm, Fineliner auf Papier
á 250.-/ungerahmt
Martina Reinhart
Die Zyklen "Das Bild der Frau", "Das Bild des Mannes" und "Das Bild des Kindes". hier in exemplarisch ausgesuchten Bildern "Frauenfrau", "Männermann" und "Kinderkind" dargestellt, beschäftigt sich mit Identifikationsfragen bzw. klischierten Kodierungen.
"Das Bild der Frau" 2004, war der zyklische Beginn von Martina Reinharts Runde durch die Fragen des Scheins und Seins, der Darstellung von Außen und der Selbstdarstellung der Geschlechter. "Wer bin ich?""Was bin ich?""Wie sieht mann/frau mich?" Sie stellte damit einen interaktiven, dialektischen Prozeß in Bewegung, der die Frauenbilder als Bilderfrauen begreifen läßt. 2005 folgte die Taxonomie des Blicks, "Das Bild des Mannes", ein weiterer Zyklusabschnitt, der 62 Bilder von 5 Männern in 7Kategorien umfaßt. Als "Abschließender Anfang" folgte 2006 "Das Bild des Kindes". Das Kind, symbolisch den Menschen darstellend, von dem alles aus geht, in dem alles endet.

‚Frauenfrau‘, ‚Männermann‘, ‚Kinderkind‘, Tuschzeichnung laviert auf Papier, 40×30cm, 500,-/ungerahmt
Michael Koch

Alpenglühn, 2007
Kreidezeichnung auf Tafel
Hase & Igel, 2007, Zeichnung
Scheiße, Typografie, 2007
Wandzeichnung im Donau, 1070 Wien, KarlSchweighoferg.
Lutz Bielefeldt
Weltatlanten im Praxistest, 2007/2008
Mischtechnik/Atlasseiten, ca 30×40 cm

290.-/ungerahmt
390.- /inkl. Rahmen (Standardvariante)
Lutz Bielefeldt zerpflückt Atlanten zu einzelnen Papieren und überzeichnet sie mit schnellen assoziativen Skizzen mit Edding, Tipex, Textmarkern.
Mittels der Titel bringt er doppelte Ebenen ein, ironisch wird der Untergrund mit der Übermalung verknüpft.
Annette Tesarek
"Golden Egg", 2007
Objekt in Plexiglasröhre
"Golden Egg", 2007
Barbara Höller
"O.T.", 2008
Aquarelle
"Apparati", 2008
Alltagsobjekte
Sie wollen Kunst mit Ihrem Alltag verschmelzen?
Sie möchten Ihren Alltag in Kunst verwandeln?
Manch technisches Helferlein, welches viele tausende Stunden im Einsatz war, um unsere Kräfte zu schonen, unsere Mußestunden zu versüßen oder kreative Ideen zu gestalten, wächst uns mit der Zeit ans Herz.
Es ist die Zeit der Gemeinsamkeit, die bindet. Es wird schwierig, diese langdienenden freundlichen Geräte der Entsorgung zu überlassen und gegen ein ziemlich sicher kurzlebiges neues Produkt zu tauschen.
Erleichtern Sie sich den Abschied und gönnen Sie ihrem Gerät eine Verwandlung in ein farbglühendes Kunstobjekt!
http://apparati.barbarahoeller.at
Maria Doppler
"…Maria Doppler nimmt die Zeichnung sehr ernst. Er betont immer wieder, dass sie für ihn ein Vorgehen darstellt, das von seiner Malerei streng getrennt ist und dass beides nur selten ineinander übergreft. Diese Haltung bezieht sich auch auf seine Arbeitsweise. Wenn er zeichnet, malt er nicht und umgekehrt…
…Aus all dem läßt sich erkennen, daß Doppler in Anläufen zeichnet, bei denen ein auslösender Moment ihn fordert, fast will man sagen, zwingt, Erlebtes zu verarbeiten. Die Zeichnung ist, ähnlich dem Gedicht, eine der besten Möglichkeiten zum zwiegespräch mit sich selber. Das gilt für alle, die sich ihrer bedienen und für Maria Doppler im besonderen.
Tusche ist Ruß und für manche ist das sehr viel."
Roman Baumgarnter, aus Katalog "Schlangenbändiger", Kunstverein Zwettl, Juni, 1993


"Frau-Schlange essend" 1988, "ISST GOTT GOLD", 1988,
Tusche/Papier, 47×64 cm, Tuschpinsel/altem Bütten, 30×49 cm,Tuschp./altem Papier, 34×45 cm
á 750.-/ungerahmt
