τραῦμα

Der Körper vergisst nicht

Eine Wanderaussstellung über Traumata bedingt durch Kriegserfahrungen, Geschlechter Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt

KÜNSTLER.INNEN
Guadalupe Aldrete * Paula Flores * Hubert Hasler ° Vera Klimentyeva * Isidore Krstic * Jelena Micic * Bojana Fuzinato – Stamenkovic * Jutta Burkhardt * Ben Goossens * Monika Huber * Boris Maximowitz * Oh Seok Kwon * Minjae Lee * Anneke Marie Huhn *

Kuratorin Denise Parizek
Co Kuratorinnen & Organisation Benita Meißner DG Kunstraum & Nina Holm KR

Ausstellungsort DG Kunstraum München & Kunstraum München
Vernissage 9. & 10.September 2021
Ausstellungsdauer 11. September – 24. Oktober 2021
Die Vernissage findet im Rahmen von Various Others 2021 statt.

„Die Gesellschaft neigt dazu, uns von strukturellem Denken abzuhalten. In einer Kultur, in der wir uns als frei handelnde Individuen betrachten sollen, fällt es nicht leicht, verstörende Realität wie Armut, Rassismus und Sexismus als Teil einer größeren Gewaltarchitektur zu erkennen. Doch das Gemeinwesen ist von Bigotterie befallen wie von einer Infektion. Man sieht und spürt sie erst, wenn die Symptome sichtbar werden.“
Laurie Penny

2019 sprach mich die mexikanische Kuratorin und Künstlerin Luciana Esqueda, anlässlich eines Wien Besuches, auf die extrem hohe Femizid Zahl in Österreich an und wir redeten über die daraus resultierenden Traumata. Wir fühlten Verantwortung und Notwendigkeit dieses Thema öffentlich zu bearbeiten und starteten im März 2020, anlässlich des internationalen Frauentages, mit einer Ausstellung an der UNAM in Mexiko City. Im Dezember 2020 stellten wir internationale weibliche Positionen in der Ausstellung „Utopia of Transformation“ in der 12-14 contemporary in Wien vor und publizierten unser Manifest. Im März 2021 etablierten wir eine Online  Ausstellung. Trotzdem die Medien in Österreich dieses Thema aufnahmen und die Bevölkerung mehr darüber sprach, steigerte sich die Zahl der Femizide in den ersten Monaten 2021 – bisher kann Österreich 11 Frauenmorde verzeichnen. Eine Umbenennung von Beziehungsdrama auf Femizid war längst notwendig – doch semantische Genauigkeit sensibilisiert, aber verhindert nicht.
Für Luciana Esqueda, die aus Mexiko an Frauenmorde quasi gewöhnt ist, war es unverständlich wie in einem 1. Welt Land solche Zustände herrschen können. Was stimmt nicht und welche Folgen nimmt die Gesellschaft auf sich?

Aber wie hat alles angefangen?
Historisch betrachtet können wir spätestens seit den Griechischen Mythen nachlesen, wie mit Frauen in der Geschichte umgegangen wurde. Sie wurden geraubt, vergewaltigt, ausgesetzt, in den Wahnsinn getrieben. Als Spielzeug der Götter wurde ihnen keinerlei Achtung entgegengebracht. Die katholische Kirche manifestierte die Position der Frauen als Untermenschen, Schwüre „Bis dass der Tod Euch scheidet“ werden wörtlich genommen.
In diversen Kriegen mussten/müssen Frauen die Stellung halten, die Familie durchbringen, Munition und Waffen anfertigen, harte Arbeit leisten. Die kurzfristig gewonnene Autonomie wurde nach Kriegsende gestrichen, die Frauen mussten zurück an den Herd. Das Trauma der Kriegsfrauen lag aber oft auch in Vergewaltigungen und Verschleppungen, die in späterer Zeit verschwiegen wurden, aus Scham.
Im 20. Jahrhundert flohen viele kriegstraumatisierte Menschen aus Ungarn, Jugoslawien, Syrien, Afghanistan schutzsuchend in benachbarte Länder. Zu wenig wird auf deren psychischen Schäden fokussiert, die Traumata der Entwurzelung, der Kriegserfahrungen, der Flucht können nicht aufgearbeitet werden.
Ein immer wieder aufpoppendes Thema ist der Missbrauch in kirchlichen Institutionen, die Jahrzehnte lang verschwiegen oder geleugnet wurden.
Auch der Neoliberalismus hinterlässt eine traumatisierte Generation, in deren Welt die bisher tradierten Regeln nicht länger gelten. Der Traum des sozialen Aufstiegs platzt ob der Realität. Die Idee durch harte Arbeit soziale Grenzen zu überschreiten schwindet.
„Wichtig an dieser Art Trauma ist nicht nur, dass man es überleben kann. Wir haben es ja alle überlebt, obwohl ich nicht behaupten kann, dass es danach besser wurde. Wichtig an dieser Art Trauma ist vielmehr, dass es der Stoff ist, aus dem der Wandel besteht.“
Laurie Penny Unspeakable Things

Seit 2020 kennen wir ein neues Trauma, das der Pandemie. Viele Menschen, vor allem Jugendliche, alte Menschen und Singles, leiden in dieser physisch kontaktlosen Zeit der Vereinsamung und Einschränkungen, psychische Probleme resultieren daraus.

So gesehen blicken wir auf mindestens 2000 Jahre Gewalt, Missbrauch, Übergriffe und Unterdrückung – Traumata – zurück – ein Fakt der unsere Gesellschaft lähmt, Entwicklungen und Veränderungen schwierig macht.
„The body keeps the score“ – der Körper vergisst nicht, schreibt Bessel van der Kolk. Auch lange Zeit nach dem traumatisierenden Ereignis können die Erinnerungen daran die Betroffenen plötzlich heimsuchen (Latenz und Nachträglichkeit). Auslöser sind häufig Trigger, d. h. bestimmte Situationen oder Stimmungen, Orte, Gesichter, Gerüche, die traumatische Situation wieder ins Bewusstsein bringen. Dieser ständige Wechsel von Vermeidung und Wiedererinnerung (Intrusion) wird von den meisten Forschern als quälendes Trauma Symptom beschrieben.
In der zeitgenössischen Kunst tauchen Bearbeitungen dieser Themen regelmäßig auf. Marina Abramovic zum Beispiel, sieht in der künstlerischen Aufarbeitung eine Chance, das persönliche Trauma immer wieder zu durchleben, bis es überwunden ist. Quasi der Schmerz als Teil des Bewältigungsprozesses. Die Dissoziation ist dann ein Mechanismus des Selbstschutzes: die unerträglichen Erinnerungen und Bilder werden so lange immer wieder abgespalten, bis die Betroffenen ausreichend stabil sind, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Chimamanda Negozi Aidichi sieht in der privaten Gewalt letztlich eine der Hauptursachen für politische Gewalt. Und weil diese Gewalt ein Tabu darstellt, würde sich auch in der Politik nichts ändern.
Laurie Penny spricht über die traumatisierte Gruppe der occupy Bewegung, oftmals (männliche) Jugendliche ohne Job, Wohnung, Perspektive, auf die wir, die sogenannte aufgeschlossene Gesellschaft, unsere Hoffnung setzten, den Turbokapitalismus zu bremsen. Doch wie können traumatisierte Jugendliche die angehäuften Probleme lösen?

Nur im Zusammen der Menschen in der gemeinsam gegebenen Welt kann sich die Existenz überhaupt entwickeln.
Hannah Arendt


English Version

In 2019, during a visit to Vienna, the Mexican curator and artist Luciana Esqueda spoke to me about the extremely high number of femicides in Austria and we talked about the resulting traumas. We felt the responsibility and necessity to work on this topic publicly and started in March 2020, on the occasion of International Women’s Day, with an exhibition at the UNAM in Mexico City. In December 2020, we presented international female positions in the exhibition “Utopia of Transformation” at 12-14 contemporary in Vienna and published our manifesto. In March 2021 we established an online exhibition. Despite the media in Austria taking up this topic and the population talking more about it, the number of femicides increased in the first months of 2021 – so far Austria can record 11 femicides. A change of name from relationship drama to femicide had long been necessary – but semantic accuracy sensitises, but does not prevent.For Luciana Esqueda, who is more or less used to femicides from Mexico, it was incomprehensible how such conditions can prevail in a 1st world country. What is wrong and what are the consequences for society?

But how did it all begin?

Historically, at least since the Greek myths, we can read about how women have been treated throughout history. They were stolen, raped, abandoned, driven mad. As playthings of the gods, they were shown no respect whatsoever. The Catholic Church manifested the position of women as subhumans, oaths “Till death do you part” were taken literally.

In various wars, women had to hold the fort, support the family, make ammunition and weapons, do hard work. The autonomy gained for a short time was cancelled at the end of the war, and women had to return to the hearth. But the trauma of war women often also lay in rapes and abductions, which were concealed in later times, out of shame.

In the 20th century, many war-traumatised people from Hungary, Yugoslavia, Syria and Afghanistan fled to neighbouring countries seeking protection. Too little attention is paid to their psychological damage; the traumas of uprooting, of war experiences, of flight cannot be dealt with. A recurring theme is the abuse in church institutions, which was concealed or denied for decades.

Neoliberalism also leaves behind a traumatised generation in whose world the rules handed down so far no longer apply. The dream of social advancement is shattered by reality. The idea of transcending social boundaries through hard work is fading.

The important thing about this kind of trauma is not only that you can survive it. After all, we all survived it, although I can’t say it got better afterwards. What’s important about this kind of trauma is more that it’s the stuff of change.”  Laurie Penny Unspeakable Things

Since 2020, we have known a new trauma, that of the pandemic. Many people, especially young people, old people and singles, suffer in this physically contactless time of isolation and restrictions, psychological problems result from it.

Seen in this light, we look back on at least 2000 years of violence, abuse, assault and oppression – trauma – a fact that paralyses our society and makes development and change difficult.

“The body keeps the score” – the body does not forget, writes Bessel van der Kolk. Even a long time after the traumatising event, memories of it can suddenly haunt those affected (latency and post-tolerance). Triggers are often certain situations or moods, places, faces, smells that bring the traumatic situation back into consciousness. This constant alternation of avoidance and recollection (intrusion) is described by most researchers as a tormenting trauma symptom.

In contemporary art, treatments of these themes appear regularly. Marina Abramovic, for example, sees artistic reappraisal as a chance to relive personal trauma again and again until it is overcome. Quasi the pain as part of the coping process. Dissociation is then a mechanism of self-protection: the unbearable memories and images are split off again and again until those affected are sufficiently stable to deal with them.
Chimamanda Negozi Aidichi sees private violence ultimately as one of the main causes of political violence. And because this violence is a taboo, nothing would change in politics either.

Laurie Penny talks about the traumatised group of the occupy movement, often (male) youths without jobs, housing, perspectives, on whom we, the so-called open-minded society, put our hopes to slow down turbo-capitalism. But how can traumatised youths solve the accumulated problems?

“Only in the togetherness of people in the world given together can existence develop at all.” Hannah Arendt

Denise Parizek, Kuratorin 2021


Künstlerische Positionen:

JELENA MICIC

NO-YELLOW Installation


NO-YELLOW beschäftigt sich einerseits mit up cycling oder recycling von alltäglichen Dingen, wie Obst- und Gemüsenetzten und der Begrenzung unserer natürlicher Ressourcen. Jelena Micic arbeitet viel mit Wegwerfmaterialien, denen sie durch eine Dekonstruktion zu einer neuen Berufung verhilft: Teile eines Kunstwerkes zu sein. Das Klimatrauma hat die Welt spätestens mit Auftauchen von Greta Thunberg nicht länger verbergen können. Der Klimawandel ist so weit fortgeschritten, dass nicht nur Vertrocknen und Ernteschäden drohen, sondern vielmehr die Menschen in verschiedenen Gebieten in Naher Zukunft ob der Tatsachen wieder die Flucht ergreifen werden. Hier schließt sich auch wieder der Kreis zum Kriegstrauma, Jelena Micic wuchs in Serbien auf und interpretierte den nächtlichen Bombenhagel als Sternschnuppen, bis der Vater die Kinder erbost und voller Angst ins Haus brachte.

GUADALOUPE ALDRETE

REFLECCIONES Video_Sound Installation
Das Phänomen der Massaker wird aus wissenschaftlicher Sicht erklärt, ohne Drama, ohne Nervosität, ohne Übertreibung.
Die Soziologin spricht über dieses Thema mit ihrer Cousine Guadalupe Aldrete. Beide Frauen sprechen auch über ihr persönliches Verhältnis zu diesem Thema und wie sie von beiden Seiten des Ozeans damit umgehen.

HUBERT HASLER

#OVERRUN Fotografie


Die Faszination für das Fremde, kombiniert mit Natur, hat bereits vor Hunderten von Jahren die Einschleppung von Neophyten begünstigt. In seinem mehrteiligen Projekt #overrun thematisiert Hubert Hasler Themen wie Überwucherung, Vermischung, Vertreibung. Er spricht nicht von Menschen, sondern Pflanzen, die unseren Kontinent seit Jahrhunderten beeinflussen. Neophyten wurzeln in fremden Gebieten. Immer mehr Lebewesen aus anderen Lebensräumen beeinflussen uns, bereichern und verändern unser Leben. Experten gehen davon aus, dass in den letzten 500 Jahren rund 800 nicht heimische Tier- und Pflanzenarten vom Menschen eingeschleppt wurden. Dabei handelt es sich häufig um Zimmer- und Gartenpflanzen, die früher von Forschern im Namen der Kaiser eingeführt wurden. Heute wird die Verbreitung von Samen in vielen Bereichen unterstützt, oftmals aber auch aus wirtschaftlichen Gründen verhindert. So gibt es Schwarzmärkte für Saatgut in den USA und Kanada, weil Firmen wie Monsanto es verhindern, dass gute Samen weitergegeben werden. Hasler stellt damit eine visuelle Analogie zum Fremdenhass zur Diskussion.

PLAULA FLORES

ViICARIOUS TEARS Installation und Video


Rivers that flow over skin, over seeds that should have been born. Roots, torn out and thrown into the ocean where they can’t reach the ground and are ever condemned to float until they disintegrate. But there are always remains that can be  reintegrated from the tears that come from the ocean. It’s the attempt to catch a reflection from another reflection and keep it for perpetuity.

 

BOJANA FUZINATO-STAMEKOVIć

IT ́S EASY TO BE Stickerei


„Es ist leicht, ein Mann zu sein, und eine Frau zu sein, ist schwer“, sagt Hajdar, eine der ältesten Jungfrauen Nordalbaniens, in dem von VICE Serbia produzierten Dokumentarfilm „Last Balkan Virgin“.
Bojana Fuzinato-Stamenkovic hörte den Begriff „Virdžina“ (Jungfrau) erstmals Ende der 90er Jahre, als sie den gleichnamigen Film des Regisseurs Srdjan Karanovic sah, der im ehemaligen Jugoslawien gedreht wurde. Gründe, warum sich eine Frau entscheidet, zu einer sogenannten Virdžina zu werden, sind z.B. der Tod des Ehemanns oder eine ungewollte Verheiratung. Im Akt der Mann-Werdung verpflichten sich diese Frauen zur sexuellen Enthaltung. Sie erreichen somit maximale Be- wegungs Freiheit im öffentlichen Bereich, dürfen Familienoberhaupt sein, Waffen tragen und auf die Jagd gehen. Fuzinato-Stamencovic analysiert für ihre Arbeit die patriarchale Situation in den abgelegenen ländlichen Gebieten des Balkans in Nordalbanien, Kosovo und Montenegro, an die die Phänomenologie der Virginia-Frau anknüpft. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Freiheit wird gegen menschliche Freiheit eingetauscht. Virdžinas dürfen nicht lieben, keine Kinder bekommen, keine Frau sein. Ihr sozialer Aufstieg ist oftmals mit Einsamkeit verbundenen. Die Thematik transportiert Fuzinato-Stamenkovic mit kunst-handwerklichen Disziplinen, die traditionell mit der privaten Sphäre der Frau verbunden ist: Sticken, Nähen, Batikmalerei auf Textilien, dekorative Bemalung von Stoffen, Nadeln und Küchentüchern. So verschränken sich diese beiden Bereiche, verschwimmen und postulieren Geschlecht und Geschlechter-Positionen, die im Falle der Virginia-Frauen sozial konstruiert sind.

 

VERA KLIMENTYEVA

THE EQUALS Ikonen


Vera Klimentyevas Serie „The Equals“ (Die Gleichen) umfasst sechs Positionen, die jeweils dekonstruierte Ikonographien von weiblichen Apostelgleichen darstellen. Thekla von Ikonium, eine Schülerin des Apostels Paulus, die frühchristliche Märtyrerin Apphia, die Missionarin Nino, welche den Grundstein für die Bekehrung Georgiens legte, Helena, die Mutter des römischen Kaisers Konstantin des Großen, die Fürstin Olga von Kiew und Maria Magadalena, die Begleiterin Jesus sind die Protagonistinnen dieses Zyklus.
Obwohl sie als Apostelgleiche, wie auch die zwölf Apostel selbst, maßgeblich zur Verbreitung des christlichen Glaubens beigetragen haben, sind sie in der sakralen Kunst nur unterdurchschnittlich repräsentiert.
Vera Klimentyevas Ansatz der Dekonstruktion der traditionellen Motive auf einige wenige signifikante Elemente wie Attribute, Heiligenscheine und Landschaftsebenen hat eine absolute Gleichberechtigung Zufolge. Es ist ohne zusätzliche Informationen nicht ersichtlich, ob es sich bei der Darstellung um eine männliche oder weibliche Heiligenfigur handelt. Diese Abkehr vom Personenkult hin zu einer abstrakten Auseinandersetzung mit den Taten und dem Leben der Heiligen eröffnet einen neuen, zeitgenössischen Zugang zum Glauben und zur Spiritualität und ist ein substanzieller Schritt hin zur Gleichberechtigung innerhalb der Institution Kirche, wo Frauen nach wie vor stark unterrepräsentiert sind im Kirchenalltag.

Jan Gustav Fiedler

 

ISIDORA KRSTIC

NOTES ON TRAUMA Videoinstallation

1999 wurde Belgrad drei Monate lang extensiv bombardiert. Die Künstlerin Isidora Krstic erlebte diese Zeit als Teenager. Kurz zuvor waren sie und ihre Familie aus dem Exil in Südafrika in das vermeintlich friedliche Belgrad zurückgekehrt. 2018 begann Krstic, diese Erlebnisse wieder ins Bewusstsein zu rufen. Sie recherchierte und fand Filmmaterial der Bombardierungen, das sie verfremdete und mit elektronischer Musik von Pieter Gabriel alias Sleep Sleep unterlegte. Die Arbeit lässt sich als Dokumentation der Selbstverarbeitung dieser traumatischen Erfahrung sehen, nimmt jedoch die Perspektive des Täters ein.


Curricula Vitae

Guadalupe Aldrete, früher bekannt als Lala Nomada, ist eine mexikanische multidisziplinäre Künstlerin mit Sitz in Wien. Geboren wurde sie in Mexico, sie studierte in den USA und an der Universität für Angewandte Kunst, Art & Science, Wien.

Paula Flores, geboren und aufgewachsen in Mexico. 2010-2014 BA in Visual Arts, Universidad Autónoma de Baja California, Tijuana, México. 2014 Traditional Michoacan Ceramics with Master Potters. Seit drei Jahren studiert sie an der Universität für Angewandte Kunst, Art & Science, Wien.

Isidora Krstic, geboren in Serbien, aufgewachsen in Südafrika, Universitätsabschlüsse in Belgrad (Malerei) und Universität für Angewandte Kunst, Art & Science, Wien. Sie lebt und arbeitet in Wien.

Vera Klimentyeva, geboren in Russland, Ausbildung in Moskau und an der Akadedemie der Bildende Künste Wien. Lebt und arbeitet in Wien. Mitglied des Artist Run Space Vienna, 12-14 contemporary.

Jelena Micic, geboren in Serbien, universitäre Ausbildung in Belgrad (Philosophie und Skandinavische Sprachen) und Akadedemie der Bildende Künste Wien. Lebt und arbeitet in Wien.

Bojana Fuzinato-Stamenkovic wurde in Serbien geboren, studiert seit 2012
in Belgrad für das Doktorat. Absolvierte den ecm Lehrgang an der Universität für Angewandte Kunst Wien und lebt seit 2019 in Hamburg. Sie ist bildende Künstlerin, Kulturarbeiterin und Aktivistin auf dem Gebiet der Frauenrechte und des kulturellen Erwachens in unterentwickelten Gebieten.

Hubert Hasler, geboren in Bruck/Mur – Österreich, absolvierte die Schule für künstlerische Fotografie (Friedl Kubelka) in Wien und die Floristikmeisterschule in Straubing. Mitglied des Artist Run Space Vienna, 12-14 contemporary. Er lebt und arbeitet in Wien.

Denise Parizek studierte in Wien u.a. Kunstgeschichte und lebte während ihres Konrad Adenauer Stipendiums in Hamburg. Sie ist Mitglied des Artist Run Space Vienna 12-14 contemporary und kuratiert in Wien, Mexiko, Canada und auf dem Balkan